letzte Aktualisierung: 02. May 2019
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Zahnärzte
in und um Rotenburg (Wümme) auf jameda

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Asthmaspray & Zähne – Gefahren wie Zahnschäden durch Cortison

Luftnot, pfeifende Atemgeräusche, Hustenanfälle – diese Symptome kennen rund 8 Milliarden Deutsche. Sie leiden unter der Volkskrankheit Asthma, einer entzündlichen Erkrankung der Atemwege. Doch Asthma schlägt sich nicht nur auf den Lungen nieder, sondern verursacht auch Zahnschäden. Wir informieren zum Welt-Asthma-Tag am 1. Mai.

 

Kariesrisiko: Zahnschäden durch Cortison

Zur Behandlung von Asthma verwenden die Betroffenen meist ein Asthmaspray. Dieses ist oft kortisonhaltig, kommt in Pulverform oder als Aerosol daher und wird entweder täglich oder bei einem akuten Anfall inhaliert. Doch die Gefahr liegt in den Inhaltsstoffen des Sprays: Sie erhöhen das Risiko für Karies und Mundtrockenheit oder Osteoporose.

 

Gefahr Nummer 1: Karies

Saure Partikel und gelegentlich enthaltener Milchzucker in den Sprays greifen den Zahnschmelz an. Bleibt das Pulver nach dem Inhalieren auf den Zähnen, kommt es zu Zahnschäden. Erst zeigen sich nur kleine braune Flecken auf der Innenseite der Zähne. Die Zähne fühlen sich rauer an und werden empfindlicher. Ohne akribische Zahnpflege wird es schon bald sehr schmerzhaft.

Weitere Informationen: Prophylaxe in Rotenburg

Deshalb gilt: Nach Spray-Gebrauch sofort den Mund sorgfältig ausspülen. Eine gründliche tägliche Zahnpflege ist unerlässlich. Die Professionelle Zahnreinigung (PZR) zwei- bis dreimal pro Jahr in der Zahnarztpraxis hilft, Schäden frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die anschließende Fluoridierung stärkt die Zähne zusätzlich.

 

Gefahr Nummer 2: Mundtrockenheit

Entzündungshemmende Steroidhormone aus den Asthma-Inhalatoren hemmen den Speichelfluss – Mundtrockenheit droht. Mit einem Abstandstück zwischen Mund und Inhalator lässt sich verhindern, dass die Partikel an den Zähnen kleben bleiben. Gegen das Austrocknen den Mund nach jeder Benutzung kräftig mit Wasser ausspülen!

Aufpassen bei Kindern und jungen Asthmatikern: Asthmatische Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben ein erhöhtes Risiko für Zahnprobleme. Da Kinder mit Asthma mehr durch den Mund atmen, wird ihr Gaumen schneller trocken. Dann kommen oft zuckerhaltige Getränke zum Einsatz. Auch drosseln die Medikamente den Speichelfluss im Mund. Regelmäßige Zahnarztbesuche helfen, Schäden zu vermeiden!

 

Gefahr Nummer 3: Osteoporose

Asthmapatienten mit Zahnproblemen wie Karies oder Zahnverlust haben ein höheres Risiko, an Osteoporose zu erkranken als Patienten ohne Zahnprobleme. Die stark wirkenden Kortikoide stehen in Zusammenhang mit der Abnahme der mineralischen Knochendichte, insbesondere im Unterkieferknochen. Besonders neuere Präparate sind lokal extrem stark wirksam und verursachen durch den direkten Zahnkontakt häufig Zahnprobleme.

 

Ansprechpartner Nummer eins Zum Thema “Asthmaspray – Zähne: der Zahnarzt

Für alle Asthmapatienten ist die regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt Pflicht. So lassen sich mögliche Risiken frühzeitig erkennen und unterschiedliche Therapien bei Langzeitmedikationen besprechen.

Wichtig für Asthmapatienten:

  • Nach der Benutzung von Asthmasprays den Mund spülen
  • Gründliche tägliche Zahnpflege betreiben
  • 2- bis 3-mal jährlich eine PZR beim Zahnarzt durchführen lassen

Bei Patienten, die neuere Kortikoide lokal verwenden, sollte die mineralische Knochendichte des Unterkieferknochens regelmäßig untersucht werden – besonders, wenn sie andere Risikofaktoren für Osteoporose aufweisen. Auch eine Reduzierung der Dosis ist wichtig.

So bleiben Zähne und Kieferknochen lange und sicher von den schädlichen Nebenwirkungen geschützt.

Wichtige Informationen zu Ihrem Termin

Liebe Patientin, lieber Patient,

das Coronarvirus stellt uns alle vor eine neue, noch nie dagewesene Herausforderung, die wir gemeinsam mit der notwendigen Sorgfalt, Verantwortung und Respekt meistern müssen, wobei uns weder Hysterie noch Leichtsinn gute Ratgeber sind. Vielmehr sollten wir den Empfehlungen der Fachleute folgen und Ihnen damit die benötigte Zeit geben, damit das sehr gute deutsche Gesundheitssystem nicht kollabiert. Gleichzeitig plädiere ich dafür, sich mit persönlichen Kommentaren, vor allem in den sozialen Netzwerken, etwas zurückzuhalten, um nicht noch mehr unnötige Verunsicherung zu schüren.

Über derzeit sinnvolle Verhaltens- und Hygieneregeln wurde seitens des Robert-Koch-Instituts in den letzten Tagen ausführlich berichtet, sodass wir hier darauf nicht weiter eingehen möchten.

Als Zahnarztpraxis Ihres Vertrauens haben wir sowohl eine Verantwortung für Sie, liebe Patienten, als auch für unsere Mitarbeiter. Wir können Ihnen versichern, dass in unserer Praxis alle notwendigen Hygienemaßnahmen umgesetzt und eingehalten werden. Der sehr sinnvolle Beschluss ab Montag, 16.3.2020, bundesweit alle Schulen und Kitas zu schließen, führt aber in unserer Praxis dazu, dass uns kurzfristig bis zu 50% unserer Mitarbeiterinnen nicht zur Verfügung stehen, da sie ihre Kinder betreuen müssen. Derzeit sind wir bemüht, in Eigenregie eine Kinderbetreuung für die Mitarbeiter unserer Praxis zu organisieren.

Trotz alldem könnte es in nächster Zeit zu Zeitverzögerungen in den Behandlungen, bis hin zu Terminverschiebungen oder Terminabsagen kommen. Wir bitten dieses zu entschuldigen sowie um Ihr Verständnis.

Ich wünsche uns allen für die nächste Zeit Besonnenheit, Menschlichkeit und Gesundheit.

Ihr Dr. Michael Jacobs
vom MVZ Dr. Jacobs aus Rotenburg

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